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Feb 16

EOI: ICANN veröffentlicht Ergebnisse der „Public Comment Phase“

Bis zum 7. Februar bestand die Möglichkeit, zum „Draft Expression of Interests/ Pre-Registrations Model“ der ICANN im Internet Stellung zu nehmen. Das EOI sieht vor, dass potentielle Bewerber ihre gewünschte Top-Level Domain mit einer Anzahlung vorab anmelden, um an der kommenden Bewerbungsrunde teilnehmen zu können.

Insgesamt wurden 274 Stellungnahmen abgegeben. 183 (67%) haben sich für das EOI ausgesprochen, die meisten davon hatten diesbezüglich keine Änderungswünsche am vorgeschlagenen Modell. 76 (28%) stimmten gegen das EOI-Verfahren gestimmt.

Kontra

Pro EOI

183 Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen haben sich für das EOI ausgesprochen. Davon stammten 97 Stimmen von Privatpersonen, die restlichen 86 Stimmen stammten von Unternehmen und Organisationen. Wir haben die wichtigsten Argumente der Unterstützer zusammengefasst:

  • Das EOI ist ein wichtiger Schritt, um den Bewerbungsprozess für neue Top-Level Domains voranzubringen.
  • Mit dem EOI-Verfahren erhalten die Bewerber einen Zeitplan für die Einführung neuer Top-Level Domains.
  • Die ICANN erfährt, mit wie vielen und mit welchen neuen Top-Level Domains sie zu rechnen hat.
  • Die ICANN wird in der Lage sein, den Umfang der anstehenden technischen Herausforderungen besser einzuschätzen.
  • Neue TLDs tragen dazu bei das Internet sicherer zu machen.
  • Die Teilnehmer am EOI-Verfahren werden legitimiert, den Bewerbungsprozess offiziell mitgestalten zu können.
  • Das EOI-Verfahren beschleunigt den Bewerbungsprozess und führt Wettbewerb in das Domain-Name-System ein.
  • Durch das EOI-Verfahren erfahren Bewerber von potentiellen Mitbewerbern, können sich gegebenenfalls einigen.

Kontra EOI

Die Mehrheit der Gegenstimmen kamen von Markenrechtsvertretern: Markenrechtsorganisationen (23 Stimmen), Markenrechtsanwälte (21 Stimmen) und die Rechtsabteilungen großer Unternehmen (15 Stimmen) machten 80% der Gegenstimmen aus. Die Argumente der Gegenseite können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Das EOI sollte erst stattfinden, wenn die offenen Fragen – zur Klärung der Markenrechtsfragen, zur generellen Nachfrage, zur Gewährleistung der Stabilität des Domain-Name-Systems und zum Domain Missbrauch – geklärt sind.
  • Die finale Version des Applicant Guidebooks sollte vor dem EOI-Verfahren veröffentlicht werden.
  • Die Gebühr von $55.000 ist zu hoch für gemeinnützige Organisationen und Entwicklungsländer.
  • Es sollen generell keine neuen Top-Level Domains eingeführt werden.

Fazit

Zusammenfassend hat sich die Mehrheit der Teilnehmer am „Public Comment Process“ für das Voranmeldungsverfahren (EOI) ausgesprochen und die ICANN dazu aufgerufen, einen verbindlichen und verlässlichen Zeitplan zu veröffentlichen und den Bewerbungsprozess voranzubringen. Die meisten Stimmen, die sich negativ gegenüber dem EOI-Verfahren äußerten, sind prinzipiell gegen die Einführung neuer Top-Level Domains.

Die ICANN wird voraussichtlich während des nächsten ICANN-Kongresses in Nairobi Anfang März eine endgültige Entscheidung zu dem EOI-Verfahren treffen. Wir werden Sie über die kommenden Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Feb 3

Bayern Connect nimmt an Domain Pulse 2010 in Luzern teil

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Bayern Connect hat am Domain Pulse, der Fachtagung der deutschsprachigen Registries nic.at (.AT), Denic (.DE) und Switch (.CH), in Luzern teilgenommen.

Domain Pulse wurde dieses Jahr von der Schweizer Registry SWITCH veranstaltet und ist der wichtigste Kongress rund um Domainnamen im deutschsprachigen Raum. Zum siebten Mal trafen sich am 1. und 2. Februar rund 200 Experten aus allen Bereichen des Internets, um sich über die aktuellsten Themen und Trends in der Domainnamen-Industrie auszutauschen.

Im Mittelpunkt stand die Sicherheit im Internet. Höhepunkt des zweitägigen Kongresses war dabei die Einführung von DNSSEC in der Schweiz. DNSSEC ist die Erweiterung des Domain Name Systems und garantiert mehr Sicherheit im Internet. Zudem wurden Themen, wie zum Beispiel Internet Governance und Domainnamen Missbrauch, besprochen.

In einem Ausblick auf die Trends dieses Jahres wies der Geschäftsführer der nic.at Richard Wein auf die Notwendigkeit der Einführung neuer Top-Level Domains hin. Wein betonte, dass insbesondere regionale Top-Level Domains dem Trend eines immer globaler werdenden Internets entgegenkommen würden.

Aufzeichnung der Vorträge finden Sie auf der Website von Domain Pulse: www.domainpulse.ch.

Jan 21

„Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten“ spricht sich für die Top-Level Domain .BAYERN aus.

Der Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten ist einem Antrag der CSU gefolgt und hat sich für die Einführung einer bayerischen Top-Level Domain (.BAYERN) ausgesprochen. Er stimmte dem Antrag „Weiterentwicklung des Adressraums im Internet – Unterstützung der Einführung der Top-Level-Domain „.bayern““ (Drs. 16/3093) einstimmig zu. Er wird dem Landtag empfehlen „diese internationale Weiterentwicklung des Internet als Chance zu begreifen und für Bayern zu nutzen.“

Bayern setzt sich als eine der ersten Regionen in Deutschland für eine eigene Top-Level Domain ein. Der Ausschuss konnte sich davon überzeugen, dass .BAYERN „für Bayern, die bayerische Wirtschaft und die hier lebenden Menschen eine große Chance [bietet], sich auch im Internet noch stärker als bisher mit wirtschaftlichen und kulturellen Stärken und Besonderheiten präsentieren zu können.“

Bayern Connect begrüßt die Empfehlung des Ausschusses und sieht sie als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem bayerischen Namensraum im Internet. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der bayerischen Regierung bei der Umsetzung dieses spannenden Projektes.

Dez 18

ICANN-Vorstand spricht sich für „Expression of Interest“-Antrag aus.

Bei seiner Sitzung am 9. Dezember hat sich der Vorstand der ICANN einstimmig für den „Expression of Interest“-Antrag ausgesprochen. Er wird voraussichtlich in der nächsten Sitzung am 10. Februar dem restlichen Board empfehlen dem Antrag zuzustimmen.

Der Initiator des EOI, Antony van Couvering (Minds + Machines) glaubt, dass das EOI nach einer „Public Communication Phase“ im Juni 2010 umgesetzt werden kann.

Das EOI sieht vor, dass potentielle Bewerber ihre gewünschte Top-Level Domain mit einer Anzahlung vorab anmelden, um an der kommenden Bewerbungsrunde teilnehmen zu können. Somit weiß die ICANN mit wie vielen neuen Top-Level Domains sie zu rechnen hat und ist in der Lage den Umfang der neuen Bewerbungsrunde abzuschätzen. Das EOI könnte die Verzögerungen verringern zu denen es im Bewerbungsprozess gekommen ist.

In einem Interview mit „Domain Name Wire“ erklärt Antony Van Couvering die genauen Details zum EOI.

Dez 1

„Expression of Interest“: Die ICANN prüft den Antrag zur Voranmeldung von TLD Bewerbungen

Am 9. Dezember prüft der Vorstand der ICANN den „Expression of Interest“-Antrag (EOI). Der EOI sieht vor, dass sich Bewerber mit dem Namen ihrer gewünschten Top-Level Domain sowie einer Anzahlung von voraussichtlich $100.000 bei der ICANN registrieren, um an der kommenden Bewerbungsrunde teilnehmen zu können. Der Vorschlag wurde von Antony van Couvering (Minds + Machines) beim ICANN-Kongress in Seoul gemacht und ist von potentiellen Bewerbern, sowie von der ICANN äußerst positiv aufgenommen worden.

Die ICANN könnte mit dem „Expression of Interest“ die Klärung einiger ungelöster Fragen voranbringen, die zu einer Verzögerung im Bewebungsprozess geführt haben. Somit weiß ICANN, vor dem offiziellen Bewerbungsprozess, mit vielen Bewerbungen zu rechnen ist und ist dadurch in der Lage die Nachfrage für neue Top-Level Domains und den Umfang der anstehenden technischen Herausforderungen besser einzuschätzen.

In der Sitzung am 9. Dezember entscheidet der Vorstand der ICANN ob das EOI für den Verlauf des Bewerbungsprozesses vorteilhaft ist und äußert sich gegebenenfalls, sollte der Antrag angenommen werden, zu den Bedingungen und einem Zeitplan.

Bayern Connect hat sich für die „Expression of Interests“ bei der ICANN ausgesprochen und hofft, dass somit die zeitlichen Verzögerungen beim Bewerbungsprozess minimiert werden.

Okt 28

Bayern Connect setzt sich in Seoul für baldiges Gelingen von .BAYERN ein

IMG_0111Bayern Connect hat im Rahmen des Public Forums während des ICANN-Kongresses in Seoul für die baldige Öffnung des Bewerbungsfensters für neue Top-Level Domains plädiert.

In einer Ansprache an den Vorstand der ICANN berichtete Geschäftsführer Caspar von Veltheim von der großen und breitgefächerten Unterstützung von Organisationen in Bayern für die Initiative von Bayern Connect, die Top-Level Domain .BAYERN einzuführen. Der Vorstand begrüßte den Vorstoß von Bayern Connect, sich für eine bayerische Top-Level Domain einzusetzen.

Caspar von Veltheim sprach sich außerdem für den Vorschlag von dem Geschäftsführer von Minds + Machines und dem Gründer der Dot Innovate Alliance, Antony Van Couvering aus, der vorsieht durch eine vorzeitige Registrierung aller neuen Top-Level-Domain-Initiativen, den Bewerbungsprozess zu beschleunigen.

Andere Bewerber, wie zum Beispiel .ECO, .BERLIN, .NYC oder .MUSIC stehen hinter diesem Vorschlag und auch der ICANN-Vorstand hat ihn positiv aufgenommen. Wir danken Antony Van Couvering für diesen konstruktiven Vorschlag und hoffen, dass es uns gelingt gemeinsam mit der ICANN den Bewerbungsprozess zu finalisieren, sodass Bayern bald eine eigene Top-Level Domain bekommt.

Okt 26

Bayern Connect bei ICANN-Konferenz in Seoul

Bayern Connect ist diese Woche in Seoul und nimmt an der ICANN Konferenz teil. Zum insgesamt 36. Mal in der Geschichte ICANNs treffen sich die Mitglieder der Domain-Industrie, um über die grundlegenden Trends und Richtlinien in der Industrie zu auszutauschen und entscheiden. Im Mittelpunkt steht die bevorstehende Einführung neuer generischer Top-Level Domains.

Die Hoffnungen vieler potentieller Bewerber wurde enttäuscht, als sich die ICANN wider Erwarten nicht auf ein genaues Datum für die Öffnung des Bewerbungsfensters festgelegt hat. ICANN will sich zuerst intensiver mit der Bewältigung der vier größten Kritikpunkten zu neuen Top-Level Domains – die Klärung der Markenrechtsfragen, Nachfrage, die Gewährleistung der Stabilität des Domain Name System und Domain Missbrauch – beschäftigen und benötigt dazu mehr Zeit. Voraussichtlich wird sich deshalb die Bewerbungsphase um einige Monate verschieben.

Bayern Connect engagiert sich in der Dot Innovate Initiative, ein Bündnis führender Mitglieder der Domain-Industrie, die sich für die rasche Einführung der Top-Level Domains einsetzen. In einem Brief an den Vorstand der ICANN hat Dot Innovate auf die Notwendigkeit neuer Top-Level aufmerksam gemacht.

Okt 19

Bayerischer Blasmusikverband und Bayernbund unterstützen Bayern Connect.

Mit dem Bayerischen Blasmusikverband und dem Bayernbund konnte die Bayern Connect GmbH zwei weitere wichtige bayerische Interessensvertreter als Unterstützer für die Einführung einer Top-Level Domain .bayern hinzugewinnen.

„Das bayerische Lebensgefühl und die bayerischen Eigenheiten nun auch in einer Top-Level-Domain „.bayern” ausdrücken zu können, ist eigentlich längst überfällig,“ sagte der Präsident des Bayerischen Blasmusikverbandes Peter Winter, MdL.

Der Bayerische Blasmusikverband e.V. ist der Zusammenschluss bayerischer Blasmusik- und Spielleute-Verbände und betreut derzeit rund 2.300 Blasorchester und Spielmannszüge mit mehr als 100.000 aktiven Musikern und Musikerinnen.

„Ich freue mich über die Initiative von Bayern Connect und wünsche ihr raschen Erfolg, damit auch die Bayerische Blasmusik im Internet davon profitiert”, sagt Winter.

Auch der Bayernbund hat seine Unterstützung für Bayern Connect erklärt. Der Bayernbund e.V. ist ein überparteilicher Zusammenschluss landesverbundener und staatsbewusster Bürger in oder aus Bayern, der seit seiner Gründung im Jahr 1921 die bayerischen Interessen vertritt und sich für die Erhaltung der bayerischen Kultur einsetzt.

Wie keine andere Organisation stehen der Bayernbund und der Bayerische Blasmusikverband, zusammen mit dem Bayerischen Trachtenverband, für die Aufrechterhaltung der bayerischen Tradition im 21. Jahrhundert. Wir freuen uns, dass wir diese wichtigen bayerischen Institutionen von unserem Konzept für eine bayerische Top-Level Domain überzeugen konnten.

Okt 2

„Affirmation Agreement” gibt ICANN mehr Unabhängigkeit

Es war ein historischer Schritt in Richtung Unabhängigkeit für die ICANN: Der US-Kongress und die ICANN haben am 29. September das „Affirmation Agreement“ unterschrieben, in dem die künftige Beziehung zwischen der amerikanischen Regierung und der Internet-Verwaltungsbehörde festgelegt wurde.
Mit dem „Affirmation Agreement“ lockert die amerikanische Regierung ihre Kontrolle über die ICANN. Somit rückt die ICANN ihrem Ziel, eine globale Organisation zu werden und die Interessen der weltweiten Internetgemeinschaft zu vertreten, näher.
Das „Affirmation Agreement“ löst das „Joint Partnership Agreement“ ab, welches Ende September abgelaufen ist. Bisher war die ICANN dem US-Handelsministerium unterstellt und war verpflichtet ihm jährlich Bericht vorzulegen. Diese Berichte werden in Zukunft einem Internationalen Komitee vorgelegt, welches vom Government Advisory Committee (GAC) sowie dem ICANN CEO ernannt wird.
ICANN CEO Rod Beckstrom wertet diese Entwicklung positiv: „Alles was wir produzieren, geht an die gesamte Weltöffentlichkeit zur Begutachtung – das ist wirklich ein großer Schritt nach vorne.“
Auch EU-Kommissarin Viviane Reding begrüßte die neue ICANN-Regelung: „Der neue Vertrag macht die Organisation offener und verantwortungsvoller für alle Nutzer auf der Welt“.

Hier finden Sie das vollständige „Affirmation Agreement“ sowie ein Interview mit dem ICANN-CEO Rod Beckstrom.

Okt 1

Bayern Connect auf dem ECO-Kongress in Köln

002_2Am 29. September hat Bayern Connect an dem Kongress des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft (ECO) “Sharpening the Image” in Köln teilgenommen. Unter dem Titel „dotStadt – Über den (Un)Sinn von Städte-Top-Level-Domains“ diskutierten Gründer von cityTLD Initiativen, sowie Vertreter der Domainindustrie und Politik über die bevorstehende Einführung von cityTLDs. Im Mittelpunkt stand die Frage ob neue Adress-Endungen im Internet überhaupt notwendig sind. Der Konsens nach der Podiumsdiskussion war, dass neue Top-Level Domains die regionale kulturelle Bindung fördern und dadurch neue Geschäftsmöglichkeiten in einer Stadt entstehen.