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Aug 12

.bayern Bewerbung erfolgreich!

München, 12. August 2013 – Die Top-Level-Domain „.bayern“ hat den Bewerbungsprozess der ICANN erfolgreich überstanden. Somit können bald Domains mit der Endung „.bayern“ registriert werden.

Die „Internet Corporation for Assigned Names and Numbers“ (ICANN) hat über ihre Webseite bekannt gegeben, dass die Bewerbung der Bayern Connect GmbH für die Top-Level-Domain „.bayern“ erfolgreich war. „Somit hat sich jahrelanges Warten und die monatelange Arbeit an der „.bayern“-Bewerbung gelohnt. Wir sind über die Entwicklung sehr glücklich und gehen davon aus, dass „.bayern“-Domains Mitte 2014 registriert werden können“, begrüßt Bayern Connect Geschäftsführer Caspar Veltheim die Entscheidung.

Die ICANN kündigte im Jahr 2011 eine revolutionäre Änderung des Internet-Namensraumes an. Jedem Unternehmen und jeder Organisation war es nun möglich, sich um eine eigene Domainendung bei der ICANN zu bewerben. Die ICANN geht davon aus, dass neue sinnvolle Endungen das Internet übersichtlicher machen und Wettbewerb gefördert wird.

Gerade Bewerbungen um geografische Endungen wie „.koeln“, „.london“ oder eben „.bayern“ waren von großem Interesse. In der mehrere hundert Seiten langen Bewerbung, die von der bayerischen Regierung unterstützt wurde, überprüfte die ICANN den Bewerber intensiv. Die Messlatte war dabei sehr hoch, denn die ICANN ist für die Stabilität des Internets verantwortlich und eine Top-Level-Domain muss wirtschaftlich betrieben werden und auch hohen technischen Standards genügen.

Die nächsten Schritte

Als nächstes stehen der Vertragsabschluss mit der ICANN sowie letzte technische Tests bevor. Nachdem „.bayern“ in das Internet eingespeist worden ist, kann die erste Registrierungsphase – die sogenannte Sunrise-Phase – starten. Ausschließlich Inhaber von Markenrechten können in dieser Phase partizipieren. Deshalb empfiehlt Bayern Connect Unternehmen, sich in einer speziell von ICANN eingerichteten Markendatenbank zu registrieren, um sich für die Sunrise-Phase zu legitimieren. Rechteinhaber sollten frühzeitig an ihre Rechts- und Patentanwälte herantreten, um die Wahrung ihrer Rechte vorzubereiten. Weiterführende Informationen findet man unter dem Trademark Clearinghouse.

Nach der Sunrise-Phase steht „.bayern“ der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Über Bayern Connect

Die Bayern Connect GmbH wird für Bayern mit „.bayern“ eine Heimat im globalen Internet schaffen. Voraussichtlich Mitte 2014 werden Bürger, Organisationen und Unternehmen Bayerns, die Möglichkeit bekommen, ihre Domain mit der Endung „.bayern“ zu registrieren. Durch die langjährige Erfahrung des Teams von Bayern Connect in der Domain-Branche, ist das Unternehmen für den Betrieb der „.bayern“-Top-Level-Domain bestens gewappnet. Das Projekt wird ebenfalls von der bayerischen Regierung unterstützt.

Jul 25

ICANN unterzeichnet erste Verträge

Letzte Woche ist das 47. ICANN Treffen in Durban zu Ende gegangen.

Die wichtigste Nachricht dürften die abgeschlossenen Verträge zwischen ICANN und den ersten new gTLD-Bewerbern gewesen sein.

Fast 7 Jahre nachdem das new gTLD Programm von der GNSO (Politikbestimmendes Gremium innerhalb der ICANN) beschlossen wurde und fast 2 Jahre nachdem das Programm vom ICANN-Vorstand verabschiedet wurde, hat die ICANN den ersten Vertrag von insgesamt über 1.000 new gTLDs unterzeichnet.

Diese Ehre wurde شبكة. (.shabaka) zuteil. „Shabaka“ bedeutet so viel wie „Webadresse“ in arabisch. Voraussetzung für den Start der relevanten Top-Level-Domain ist das Bestehen eines “Pre-Delegation” Tests, im Zuge dessen die technische Infrastruktur der Top-Level-Domain getestet wird, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.

Zuerst wird ICANN die Verträge der ca. 100 IDN (Internationalized Domain Names) Bewerbungen unterzeichnen. IDNs sind Top-Level-Domais in nicht-lateinischen Buchstaben wie z.B. kyrillischen, chinesischen oder arabischen.

ICANN plant die Unterzeichnung von ca. 20 Verträgen pro Woche. Die Reihenfolge der Top-Level-Domains entscheidet sich durch eine zugeordnete Nummer aus einem 2012 stattgefundenen Losverfahren. Es können nur die TLDs ihre Verträge unterzeichnen, gegen die keine Beschwerden vorliegen und die sich nicht in einem sogenannten „Contention-Set“ (mehrere Bewerber befinden sich im Wettbewerb um ein und dieselbe Top-Level-Domain) befinden. Es wird erwartet, dass Beschwerde-Verfahren und „Contention-Sets“ bis November durchgeführt werden.

Der Vertrag zwischen der Bayern Connect GmbH und ICANN für „.bayern“ wird voraussichtlich im ersten Quartal 2014 unterschrieben.

Feb 20

Vortrag von Matthew Zook über Top-Level Domains

Bayern Connect war auf dem diesjährigen Domain pulse in Davos vertreten. Der Domain pulse ist im deutschsprachigen Raum die wohl wichtigste Veranstaltung für aktuelle Themen, Tendenzen und Trends rund um Domains.

Einen interessanten Vortrag über Top-Level Domains hielt Matthew Zook. Sein Unternehmen ZookNIC ist führend bei der Erstellung von Daten und Analysen der Top-Level Domain Branche.

Den Vortrag können Sie hier sehen.

Okt 15

ICANN plant Lotterieverfahren

Nach langen Diskussionen und dem gescheiterten “digitalen Bogenschiessen” will die ICANN nun doch auf eine Art Lotterieverfahren zurückgreifen, um die Reihenfolge zu bestimmen, in der die ca. 1.900 TLD-Bewerbungen abgearbeitet werden sollen.

Jeder Bewerber bekommt eine Nummer zugeordnet bzw. “zieht” eine Nummer. Die zugeordnete Nummer entscheidet darüber, welches Evaluierungsergebnis zuerst bekannt gegeben wird. So sollen es zwischen März und Juni 2013 etwa 30 bis 100 Evaluierungen pro Woche sein.

Den Vorzug erhalten jedoch die sogenannten “Internationalized Domain Names” (IDNs) in nicht-lateinischen Buchstaben. IDNs machen insgesamt 169 Bewerbungen aus. Durch diesen Schritt möchte die ICANN, ihren Weg eine internationale ausgerichtete Organisation zu sein, unterstreichen.

Die Community wird die Möglichkeit haben, dass geplante Verfahren zu kommentieren. Ebenfalls wird das Thema beim heute startenden ICANN Treffen in Toronto heiss diskutiert werden.

Hier finden Sie eine Erklärung zum Lotterieverfahren von ICANN CEO Fadi Chehadé.

Aug 20

Neuer Zeitplan der ICANN

Wie schon berichtet entschloss sich die „Internet Corporation for Assigned Names and Numbers“ vor einigen Wochen die Bewerbungen für die neuen Top-Level Domains nun alle auf einmal zu evaluieren. Mit den Ergebnissen dieser Evaluation ist zwischen Juni und Juli 2013 zu rechnen. Die Evaluierungszeit wird derzeit auf 11 Monate geschätzt, könnte sich aber unter Umständen noch verkürzen.

Nach allgemeinen Aufatmen und größtenteils positiven Reaktion seitens der TLD- Bewerber steht die ICANN nun vor einer weiteren Hürde. Nach erfolgter Evaluation der Bewerbungen folgt die Phase der Pre-Delegation (technische Tests, Vertragsverhandlungen mit ICANN etc.) bevor die Top-Level Domains delegiert werden und in das Root-Server System (Server, die an der Wurzel des Domain-Name System stehen) der ICANN eingespeist werden können. Doch die ICANN kann aus technischen und rechtlichen Gründen nicht mehr als 1.000 Top-Level Domains pro Jahr ihrem Root-Server hinzufügen. Bei 1.930 eingegangenen Bewerbungen stellt diese Begrenzung ein Problem für ICANN dar, und nun muss ein für alle Bewerber gerechter Lösungsweg gefunden werden, die Bewerbungen in die Pre-Delegation und anschließende Delegation zu lotsen ohne die zahlenmäßige Limiterung zu überschreiten. Hierzu  lädt ICANN die Öffentlichkeit zu Kommentaren und Lösungsvorschlägen ein. Dennoch schätzt ICANN, dass der Bewerbungsprozess auch als natürlicher Filter wirkt und die Anzahl der potentiellen TLD-Anwärter für Ende 2013/Anfang 2014 schrumpfen lässt.

Neben diesen neuen offenen Fragen, gab die ICANN auch wieder ein paar neue Fakten und Daten rund um das neue TLD-Programm bekannt. Mit einer neuen tentativen „Roadmap“ wird ein Überblick über die nächsten Phasen und Schritte in diesem Prozess gegeben. Laut dieser „Roadmap“ plant die Organisation, nach der Analyse des Inputs der Öffentlichkeit, bis spätestens Dezember eine Lösung für die Delegation der TLDs parat zu haben und diese auch gleich anschließend zu implementieren.

Weitere wichtige Daten:

Wichtige Daten im neuen Zeitplan der ICANN
26. September 2012Ende der Kommentierungsphase zu TLD-Bewerbungen
14.-19. Oktober 2012: ICANN Meeting in Toronto
Oktober – November 2012erste Stellungnahmen seitens des GAC zu problematischen TLD-Bewerbungen
7. -12. April 2013ICANN Meeting in Peking
Ende April 2013definitve Empfehlungen und Stellungnahmen seitens des GAC
Mai 2013Geplantes Ende der Evaluierung der TLD-Bewerbungen
Juni 2013Veröffentlichung der Evaluierungsresultate
August 2013Erste mögliche Delegationsanfrage durch Bewerber

Hier ein Link zu der neuen “Roadmap” der ICANN: http://newgtlds.icann.org/en/announcements-and-media/announcement-17aug12-en

Jul 23

Netzdialog Bayern 2012

v.l.n.r.: Dr. Thomas Petri (Landesbeauftragter für Datenschutz), Matthias Kammer (Direktor DIVSI), Marc Sauber (Moderator, Bayerischer Rundfunk), Staatssekretär Franz Josef Pschierer (IT-Beauftragter der Staatsregierung Bayern), Caspar Veltheim (Geschäftsführer der Bayern Connect GmbH)

Am 16. Juli hielt die Bayern Connect, auf Einladung der bayerischen Staatsregierung, Einzug im bayerischen Landtag im Rahmen der Tagung „Netzdialog Bayern 2012“. Im Zentrum dieses Dialogs standen die neuesten Entwicklungen der digitalen Gesellschaft in Deutschland und im speziellen natürlich in Bayern. Der Umgang der Bürger und Bürgerinnen mit den neuen Medien und Web 2.0 Technologien sorgte für angeregte Diskussionen und interessante Erkenntnisse im Maximilianeum. Franz Josef Pschierer, Finanzstaatsekretär und IT-Beauftragter der bayerischen Landesregierung, betonte die allgegenwärtige Präsenz der Internettechnologien im alltäglichen Leben und präsentierte neue Statistiken die belegen, dass mittlerweile die Hälfte aller über 50-jährigen und  93% aller unter 50-jährigen online unterwegs sind. Hieraus ergeben sich eine Menge neuer Möglichkeiten, Herausforderungen und Fragen.

Die zukünftige .BAYERN Top-Level Domain stand da klarerweise auch auf dem Programm, daher konnte die Bayern Connect nicht fehlen. Der Geschäftsführer der Bayern Connect, Caspar Veltheim, war als Referent zu dem Thema „Die bayerische Heimat im Internet- Aber sicher mit .bayern!“ geladen und nahm auch an der anknüpfenden Podiumsdiskussion teil. Caspar Veltheim brachte dem interessierten Publikum die neuen Möglichkeiten dieser Erweiterung des Online- Namensraums näher und erläuterte die Vorteile, die eine .BAYERN Top-Level Domain für die Unternehmen, Organisationen und Bürger und Bürgerinnen mit sich bringen wird. Im Anschluss kam es zu einer lebhaften Diskussion, in der die neugierigen Fragen rund um die neuen Top-Level Domains und .BAYERN nicht zu kurz kamen. Von besonderem Interesse für das Publikum war der Startschuss und die Anwendungsmöglichkeiten der .BAYERN Top-Level Domain. Zum Abschluss, auf die Frage nach der Zukunft des Internets, wurde der immer wichtiger werdende Trend der Regionalisierung des Online-Bereichs unterstrichen.

Jul 3

44. ICANN Meeting in Prag

Letzte Woche fand das 44. ICANN Meeting in Prag statt und stoß mit fast 2000 Teilnehmern auf außerordentlich reges Interesse. Vertreter von Regierungen und von Internationalen Organisationen, Repräsentanten großer Unternehmen, Betreiber von Top-Level Domains  und TLD- Bewerber ebenso wie andere Mitglieder der weitläufigen ICANN- Community kamen zusammen um die zentralen Themen und anstehenden Probleme für das Domain Name System des Internets zu diskutieren. Die Bayern Connect GmbH reihte sich unter die Teilnehmer und nahm an den Diskussionen und Arbeitsgruppen teil, um die Interessen der zukünftigen .BAYERN Top-Level Domain zu vertreten und neue Kontakte zu knüpfen.

Den Schwerpunkt der einwöchigen Konferenz nahm klarerweise das neue gTLD- Programm der ICANN ein. Die Teilnehmer der verschiedenen Interessensgruppen der Internetgemeinschaft hatten die Möglichkeit ihrer Meinung  Stimme zu verleihen und für ihre Ansichten einzutreten.

Den Hauptgesprächspunkt bildete der sogenannte „Batching“- Prozess der ICANN zur Staffelung der TLD-Bewerbungen. Harsche Kritik  wurde an dem von der ICANN vorgeschlagenen Prozess der „Digital Archery“ geübt, und der technische Dienstleister der Bayern Connect, die Minds + Machines LLC, konnte technische Unzulänglichkeiten im System aufdecken.  Dies veranlasste die ICANN dazu diesen Staffelungsprozess auf Eis zu legen und nun, in den folgenden drei Wochen, eine neue Lösung für die zeitliche Einteilung des Evaluierungs- und Delegierungsprozesses der neuen Top-Level Domains zu finden.

Ein weiteres Highlight der Konferenz war die Ernennung des neuen CEO der ICANN, Fahdi Chehadi. Der ehemalige leitende Manager bei IBM und Mitbegründer der Non-Profit Organisation RosettaNet wird ab Oktober die Führungsfunktion bei ICANN bekleiden.

Eine weitere gute Nachricht traf am Donnerstag ein. Die NTIA („National Telecommunications and Information Administration“), eine Behörde der US-Regierung, übergab, nach einer erfolgten Ausschreibung, die Kontrolle der sogenannten IANA („Internet Assigned Numbers Authority“) -Funktion wieder der ICANN. Diese zentrale Funktion, die vertraglich geregelt ist, umfasst die administrative Kontrolle über das Domain Name System (Administration des Rootserver-Managements, die Koordinierung der Zuteilung der IP-Adressen &  die zentrale Verwaltung der IP-Adressen und Top-Level Domains).

Nach einigem Zittern kam die US-Regierung doch zu dem Schluss der unabhängigen Non-Profit Organisation ICANN wieder diese essentielle Verwaltungsfunktion des Domain Name Systems zu zusprechen. Das Domain Name System stellt das Adressbuch des Internets dar und verbindet die IP-Adressen mit den Website URLs. Die ICANN hat die Funktion seit 1999 inne und wird diese nun mindestens bis September 2015 weiterführen. Die ICANN ist durch den neu ausgearbeiteten Vertrag noch verstärkter dazu angehalten transparent und veranwortlich auf globaler Ebene zu agieren.

Jun 19

Enthüllung der Top-Level Domain Bewerbungen

Vergangenen Mittwoch bekam die Öffentlichkeit endlich die Liste der Namen der potentiellen Top-Level Domains zu sehen. Die ICANN präsentierte die 1.930 TLD- Bewerbungen in einer groß angelegten Pressekonferenz in London einer Vielzahl von Journalisten. Nach langen Spekulationen kam jetzt erstmals raus wer sich um welche Domains bewirbt.

Die 1.930 eingegangenen Bewerbungen teilen sich auf 60 Herkunftsländer aus, wobei Nordamerika und Europa mit der Anzahl an Teilnehmern die Nase vorne haben. Hier die  geographische Aufteilung:

Afrika17 TLDs
asiatisch-pazifischer Raum303 TLDs
Europa675 TLDs
lateinamerikanisch-karibischer Raum24 TLDs
Nordamerika911 TLDs

Unter den 1.930 Bewerbungen befinden sich 66 geographische Top-Level Domains, wie eben .BAYERN, .NRW oder .LONDON. Die 116 Bewerbungen für internationalisierte Endungen (IDN) stehen für Zeichenfolgen in nicht lateinischer Schrift, welches einen großen Schritt in Richtung eines noch globaleren Internet repräsentiert. Große Unternehmen und Konzerne, wie BMW oder Apple, haben sich ebenfalls für ihre eigenen TLDs beworben und machen ein Drittel des Bewerberfelds aus. Unter den Bewerbungen befanden sich 70 deutsche Top-Level Domains.

Einige Überraschungen im Kandidatenfeld

Obwohl im Vorfeld schon einige Details über die potentiellen generischen Top-Level Domains an die Öffentlichkeit drangen, kam es zu Überraschungen. Internet-Riese Google bewirbt sich für 101 Top-Level Domains, sowohl für offensichtliche markeneigene Endungen (.GOOGLE oder .YOUTUBE) aber auch für eine Vielzahl an generischen Begriffen wie zum Beispiel .DOCS oder .APP. Der Online-Marktplatz Amazon fährt eine ähnliche Strategie und geht mit 76 TLDs ins Rennen. Die Muttergesellschaft der Bayern Connect, die Top-Level Domain Holdings, ist auch ganz vorne mit dabei und reichte ganze 92 Bewerbungen ein (68 Bewerbungen für TLDS in eigenem Namen, fünf geographische TLDs und die restlichen TLDs in Kooperation oder als technischer Backend-Provider).

Darüber hinaus gibt es für 230 der vorgeschlagenen TLDs Mehrfachbewerbungen, somit stehen 751 Bewerbungen im Wettstreit, den es in den Folgemonaten über Verhandlungen oder per Auktion zu lösen gilt.

Die hohe Anzahl der Bewerbungen beweist, dass die Nachfrage für neue Top-Level Domains groß ist. Sowohl die etablierten Firmen als auch eigens dafür gegründete Unternehmen sehen viel Innovationspotential in dieser Weiterentwicklung des Internets und sorgen somit für frischen Wind auf dem Markt.

Jun 1

Die nächste Etappe für .BAYERN ist absolviert

Am 30.05 um 2:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit war es soweit. Das Bewerbungsfenster für die neuen Top-Level Domains bei ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) hat sich endgültig geschlossen. Die mehrere hundert Seiten starke Bewerbung für die .BAYERN Top-Level Domain  ist bei der ICANN eingegangen und wird in Folge die einzelnen Evaluierungsphasen durchlaufen. Ab Mitte 2013 wird es dann hoffentlich so weit sein, dass sich jeder Interessierte seine eigene Adresse mit der Endung .BAYERN registrieren kann.

Um die hohe Anzahl (mehr als 1.900) an Bewerbungen geordnet evaluieren zu können, beschloss die ICANN die beantragten TLDs in Staffeln zu ordnen und abzuarbeiten. Das Auswahlverfahren zur Evaluierungsstaffelung wird mittels eines eigens entwickelten Computerprogramm ablaufen und nennt sich „Digital Archery“. Die Reihung der Bewerbung in eine spätere Evaluierungsstaffel hat natürlich auch einen späteren Markteintritt zur Folge.

Parallel zur Schließung des Online-Bewerbungssystems gab die ICANN einen neuen Fahrplan für den weiteren Verlauf des Bewerbungsprozesses bekannt:

Zeitplan der ICANN
30. Mai 2012Das Bewerbungsfenster der ICANN schließt.
8. Juni 2012Das Auswahlverfahren für die Evaluierungsstaffelung der TLDs beginnt.
13. Juni 2012„Reveal Day“- Die Liste aller neuen gTLDs wird öffentlich gemacht, gleichzeitig beginnt die öffentliche Einspruchs- und Kommentierungsphase.
24.- 29. Juni 2012Die ICANN hält ihr 44stes Meeting in Prag .
28. Juni 2012Das Auswahlverfahren für die Evaluierungsstaffelung der TLDs endet.
11. Juli 2012Die Resultate dieses Auswahlverfahrens werden veröffentlicht.
12. Juli 2012Erste Evaluierungsrunde beginnt.
12. August 2012Kommentierungsphase zu Bewerbungen endet.
14.- 19. Oktober 2012ICANN-Meeting in Toronto
Dezember 2012/ Januar 2013Die Ergebnisse der Evaluierung werden veröffentlicht.

Nähere Details zu den anstehenden Ereignissen finden Sie hier:  http://newgtlds.icann.org/en/announcements-and-media/announcement-30may12-en

Mai 14

ICANN gibt ab Ende Mai wieder grünes Licht für die Top-Level Domain Bewerbungen

Die Internetaufsichtsbehörde ICANN wird nach eigenen Aussagen ab 22.Mai ihr Bewerbungsfenster für die neuen Top-Level Domains wieder freischalten. Der Softwarefehler, der sich in das Online-Bewerbungssystem der ICANN Ende April eingeschlichen hat, konnte identifiziert und behoben werden. Den Bewerbern wird ab Wiedereröffnung ein Zeitfenster von fünf Tagen gegeben, um ihre Unterlagen im Online-Bewerbungssystem der ICANN zu vervollständigen. Die Bayern Connect hat dies schon vor der unerwarteten Schließung des Bewerbungsfensters vollbracht.

Das nächste wichtige Ereignis im Kalender wird dann voraussichtlich Ende Juni über die Bühne gehen. Die ICANN plant die komplette und bis dato noch geheim gehaltene Liste aller potentieller Top-Level Domains einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Erwartet werden Bewerbungen von Internetgiganten wie Google, unter anderem für die Top-Level Domains .google oder .youtube, und auch Software-Riesen wie IBM werden voraussichtlich mitmischen. Ebenso gab Deloitte, das weltweit umspannende Netzwerk von Wirtschaftsprüfungs- und Consultingunternehmen, bekannt sich für eine eigene Top-Level Domain .deloitte zu bewerben. Neben Bayern werden Regionen und Städte wie Nordrhein-Westfalen, London, New York, Tokio und Miami ihre eigenen Top-Level Domains bekommen.

Trotz des hohen Levels an Geheimhaltung gab die ICANN anhand einiger aktueller Zahlen und Fakten rund um die Bewerbungen einen kleinen Einblick in die Zukunft des Internet-Namensraum.

Demnach werden Ende Mai vermutlich um die 2.100 einzelne Bewerbungen für neue Top-Level Domains bei der ICANN aufliegen. Wobei hier beachtet werden muss, dass sich unter dieser Zahl einige Mehrfachbewerbungen, sprich für ein und dieselbe TLD, befinden. Nach unseren internen Schätzungen wird sich der Großteil der Bewerbungen für die TLDs auf große Markenunternehmen verteilen. Die Anzahl der geographischen Top-Level Domains, wie .BAYERN, wird auf rund 50 prognostiziert.

Dennoch, es bleibt weiterhin spannend und man wird bis Ende Juni abwarten müssen, um sich ein komplettes Bild von dieser Erneuerung des Internet machen zu können.