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Jun 29

Fazit der 38. ICANN-Konferenz in Brüssel

Die ICANN hat beim 38. ICANN-Treffen in Brüssel wichtige Entscheidungen getroffen, die zu einer baldigen Einführung neuer Top-Level Domains beitragen.

Einen konkreten Termin für die Einreichung der Bewerbungen hat die ICANN zwar nicht genannt, jedoch wird sich der ICANN-Vorstand Ende September zu einer Sondersitzung treffen, um alle noch offenen Fragen zu klären. Eines der größten Hindernisse ist „Public Morality and Public Order“ (MOPO). Das Governmental Advisory Committee (GAC) hat Bedenken bezüglich des Einspruchverfahren bei neuen Top-Level Domains, die in manchen Teilen der Welt als moralisch anstößig aufgefasst werden könnten.

Wir sind optimistisch, dass ICANN alle Fragen zeitnah lösen wird und das finale Richtlinienbuch Ende diesen Jahres erscheinen wird. Demnach kann die Bewerbung für .BAYERN im Frühjahr nächsten Jahres eingereicht werden.

Des Weiteren hat ICANN beschlossen, die Einführung von chinesischen Top-Level Domains in einer internationalisierten Version zu genehmigen und so China, Taiwan und Hongkong an der Einführung von internationalisierten Top-Level Domains (IDN ccTLDs) teilhaben zu lassen. Das ermöglicht Nutzern, sich mittels chinesischer Schriftzeichen im Internet zu bewegen und signalisiert die Bereitschaft der ICANN, das Domain-Name-System zu erweitern.

ICANN hat zudem das Budget für das Jahr 2011 abgesegnet und somit Planungssicherheit für die kommenden wichtigen Phasen des Bewerbungsprozesses geschaffen.