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Feb 23

Minds + Machines veröffentlicht Analyse mit neuen Erkenntnissen über die Auswirkungen neuer Top-Level Domains auf Markeninhaber

Markeninhaber stehen der Einführung neuer Top-Level Domains bisher skeptisch gegenüber. Unternehmen und Markenrechtsorganisationen haben Sorge, dass durch Markenverletzungen und Streitschlichtungsverfahren hohe Kosten entstehen. Dadurch wurde der ICANN-Bewerbungsprozess für neue Top-Level Domains verzögert. Stellt die Einführung neuer Top-Level Domains tatsächlich einen Anstieg an Markenverletzungen und erhöhte Kosten für Markeninhaber dar?

Minds + Machines hat eine Analyse zu Markenverletzungen im TLD-Raum und die damit verbundenen Kosten für Markenrechtsinhabern veröffentlicht. Dazu wurden Daten aus den Streitschlichtungsverfahren (UDRP) der vergangenen neun Jahre analysiert.

Die Analyse hat ergeben, dass die Anzahl der UDRP Fälle mit der Anzahl registrierter Domains innerhalb einer Top-Level Domain in Zusammenhang steht. Bisher wurde angenommen, dass neue TLDs besonders viele UDRP Fälle mit sich bringen werden. Die Ergebnisse der Analyse zeigen jedoch, dass es aller Voraussicht nach weniger Markenverletzungen im neuen Top-Level Domain Namensraum geben wird als bisher befürchtet. Sollten 300 neue Top-Level Domains in der kommenden Bewerbungsrunde eingeführt werden, wird mit nicht mehr als ca. 300 zusätzlichen Streitschlichtungsverfahren gerechnet.

Markeninhaber müssen, anders als erwartet, nur geringe Kosten für Markenrechtsansprüche aufbringen. Es wird damit gerechnet, dass sich die jährlichen Kosten für die Durchführung von Schlichtungsverfahren in den neuen Top-Level Domains auf ca. $900.000 belaufen werden. Jährlich sind das im Durchschnitt $ 0.10 pro Markeninhaber. Zudem fällt ein Großteil dieser Schlichtungsverfahren innerhalb nur einer Top-Level Domain, nämlich .com, an.

Die unabhängige und angesehene Website UDRPlaw.net, die über die rechtlichen Aspekte der Schlichtungsverfahren informiert, hat die Wahrhaftigkeit und Relevanz der Analyse bestätigt und ihre Leserschaft dazu aufgefordert, sich die Analyse durchzulesen.

Die vollständige Analyse können Sie auf Englisch im Blog von Minds + Machines nachlesen.