Am 9. Dezember prüft der Vorstand der ICANN den „Expression of Interest“-Antrag (EOI). Der EOI sieht vor, dass sich Bewerber mit dem Namen ihrer gewünschten Top-Level Domain sowie einer Anzahlung von voraussichtlich $100.000 bei der ICANN registrieren, um an der kommenden Bewerbungsrunde teilnehmen zu können. Der Vorschlag wurde von Antony van Couvering (Minds + Machines) beim ICANN-Kongress in Seoul gemacht und ist von potentiellen Bewerbern, sowie von der ICANN äußerst positiv aufgenommen worden.
Die ICANN könnte mit dem „Expression of Interest“ die Klärung einiger ungelöster Fragen voranbringen, die zu einer Verzögerung im Bewebungsprozess geführt haben. Somit weiß ICANN, vor dem offiziellen Bewerbungsprozess, mit vielen Bewerbungen zu rechnen ist und ist dadurch in der Lage die Nachfrage für neue Top-Level Domains und den Umfang der anstehenden technischen Herausforderungen besser einzuschätzen.
In der Sitzung am 9. Dezember entscheidet der Vorstand der ICANN ob das EOI für den Verlauf des Bewerbungsprozesses vorteilhaft ist und äußert sich gegebenenfalls, sollte der Antrag angenommen werden, zu den Bedingungen und einem Zeitplan.
Bayern Connect hat sich für die „Expression of Interests“ bei der ICANN ausgesprochen und hofft, dass somit die zeitlichen Verzögerungen beim Bewerbungsprozess minimiert werden.


