Es war ein historischer Schritt in Richtung Unabhängigkeit für die ICANN: Der US-Kongress und die ICANN haben am 29. September das „Affirmation Agreement“ unterschrieben, in dem die künftige Beziehung zwischen der amerikanischen Regierung und der Internet-Verwaltungsbehörde festgelegt wurde.
Mit dem „Affirmation Agreement“ lockert die amerikanische Regierung ihre Kontrolle über die ICANN. Somit rückt die ICANN ihrem Ziel, eine globale Organisation zu werden und die Interessen der weltweiten Internetgemeinschaft zu vertreten, näher.
Das „Affirmation Agreement“ löst das „Joint Partnership Agreement“ ab, welches Ende September abgelaufen ist. Bisher war die ICANN dem US-Handelsministerium unterstellt und war verpflichtet ihm jährlich Bericht vorzulegen. Diese Berichte werden in Zukunft einem Internationalen Komitee vorgelegt, welches vom Government Advisory Committee (GAC) sowie dem ICANN CEO ernannt wird.
ICANN CEO Rod Beckstrom wertet diese Entwicklung positiv: „Alles was wir produzieren, geht an die gesamte Weltöffentlichkeit zur Begutachtung – das ist wirklich ein großer Schritt nach vorne.“
Auch EU-Kommissarin Viviane Reding begrüßte die neue ICANN-Regelung: „Der neue Vertrag macht die Organisation offener und verantwortungsvoller für alle Nutzer auf der Welt“.
Hier finden Sie das vollständige „Affirmation Agreement“ sowie ein Interview mit dem ICANN-CEO Rod Beckstrom.


