Bayern soll eine Heimat im Internet bekommen. Die Bayern Connect GmbH will den Weg für die Top-Level-Domain .BAYERN ebnen.
München – Die Bayern Connect GmbH wird sich im Rahmen des anstehenden Vergabeverfahrens von neuen Top-Level-Domains für .BAYERN bewerben. Die Internet-Aufsichtsbehörde „ICANN“ mit Sitz in den USA strebt eine Erweiterung des Adressenraumes im Internet an und wird Anfang 2010 eine unbegrenzte Anzahl von Bewerbungen für neue Top-Level-Domains zulassen.
Bayerische Bürger, Vereine und Organisationen sollen künftig ihre Internetadresse mit der Endung .BAYERN registrieren können, um ihre bayerische Identität hervorzuheben. Tausende neue Namen stehen so in Zukunft zusätzlich zu den bestehenden .com und .de Domains zur Verfügung. Beispiele: www.allianz.bayern, www.maxmeier.bayern, www.hotels.bayern.
„Die Bayern sind stolz auf ihre Heimat und ihre Rolle als führender Medienstandort in Deutschland. Der Freistaat soll seinen rechtmäßigen Platz im Internet bekommen“, erklärt der Geschäftsführer von Bayern Connect Caspar von Veltheim. „Die neue Adressendung gibt Bayern Präsenz und Ansehen und wird interessante Entwicklungschancen für die bayerische Wirtschaft eröffnen.“
Bayern Connect hat sich zum Ziel gesetzt, die Interessen Bayerns im Internet bestmöglich zu vertreten. Um das zu garantieren strebt Bayern Connect eine Zusammenarbeit mit der Bayerischen Regierung an. Zudem konnte Bayern Connect schon wichtige bayerische Organisationen als Unterstützer gewinnen.
Prinz Leopold von Bayern, der sich seit Jahren für die Aufrechterhaltung von bayerischer Tradition und bayerischem Brauchtum engagiert, unterstützt als Schirmherr die Bewerbung. „Mit .BAYERN soll der bayerischen Kultur im Internet eine Heimat gegeben werden.“
Für eine erfolgreiche Bewerbung muss ein Bewerber die anspruchsvollen technischen Vorraussetzungen der ICANN erfüllen. „Wir verfügen über die leistungsstarke und vielseitige Registry-Software ‚Espresso’“, sagt von Veltheim. „Mit dieser weltweit im Einsatz befindlichen Software werden bereits über 25 Top-Level-Domains erfolgreich betrieben. Espresso garantiert höchste Sicherheitsstandards und genießt hohe Anerkennung in der Domain-Industrie.“
Das Betreiben einer Top-Level-Domain ist aufwendig und erfordert einen hohen Kapitaleinsatz, um auch nach erfolgreicher Zulassung die neue Top-Level-Domain verlässlich zu unterstützen. Bayern Connect verfügt über eine solide Kapitalausstattung, die den Betrieb von .BAYERN über Jahre hinweg garantieren kann.
Bayern Connect entwickelt Richtlinien, um die Rechte von Markeninhabern zu schützen. Rechtsanwalt Dr. Andreas Schulz von der Kanzlei Klaka Rechtsanwälte in München, der das Team juristisch begleitet, erklärt: „Die Inhaber bekannter Marken und Unternehmenskennzeichen haben einen Anspruch darauf, dass die Domainvergabe transparent und fair organisiert wird. Dafür werde ich mich einsetzen.”
Ein bedeutender Teil der jährlichen Einnahmen fließt nach dem Konzept von Bayern Connect an soziale Einrichtungen und kulturelle Organisationen mit Aufgaben und Sitz in Bayern.


